Trauma verstehen und Trauma heilen




Trauma verstehen und Trauma heilen: 

Das Wort Trauma kommt aus dem Griechischen und bedeutet Wunde,  Verletzung.
Wir kennen Traumata, die durch Natur oder Menschen verursacht werden.
Trauma kann: Schocktrauma oder Entwicklungstrauma sein.

Oder man unterscheidet:
Typ-I-Traumata, die einmalig passiert sind, wie zum Beispiel ein schwerer Unfall und den
Typ-II-Traumata, die wiederholt auftreten, zum Beispiel Misshandlungen.

Ein Entwicklungstrauma kann die Folge mehrerer außergewöhnlich belastenden Erlebnisse sein.
In solchen Situationen fühlen sich Menschen oft völlig hilflos, erleben große Angst oder sind entsetzt. Es genügt allein, wenn die Eltern nicht so viel Liebe und Wärme geben konnten.


Der grundsätzliche Ablauf der Traumatherapie besteht in der Regel aus den folgenden Phasen:

1. Stabilisation (Klienten emotional stabilisieren).

2. Traumabearbeitung (Der Therapeut konfrontiert den Betroffenen mit dem traumatischen Event)

Hier sind verschiedene Techniken möglich denn traumatische Verletzungen sind tief in unserem Stammhirn versteckt, wo Wörter oder Sprache kaum Zugang finden.

Viel mehr braucht man körperliche Ansätze (Berührungen, Schütteln, Zittern....) und eine Menge Vertrauen.

Aber auch andere Methoden sind bekannt, wie EMDR, Brainspotting und auch Hypnosetherapie.


3. Integration (belastende Erinnerungen bewusst hervorrufen und sie als "Vergangenheit" integrieren - und damit die Kontrolle wiedererlangen)



speziell für Menschen, die sexuelle Gewalt erfahren haben:


Jeder Mensch und jede Heilung sind individuell. Hier ein möglicher Verlauf :


1. SELBSTSICHERHEIT / STABILISIERUNG

- Eigene Regeln festlegen, z.B.
  • Wo und wie fühle ich mich sicher
  • Grundregeln schaffen (was darf, was nicht, ICH entscheide!)
  • "Container" entscheiden (wann arbeite ich daran - wann nicht)
  • Sichere Orte finden (in sich selbst, beim Therapeuten, zu Hause,in deiner Umwelt) 
  • Rituale, die man braucht um sich wohl und sicher zu fühlen
- Unterstützungssystem festlegen
  • Freunde und Verwandte
  • Hilfe vs. Hindernisse für die Heilung
  • Therapeuten und Therapien
Krisen bewältigen
  • Was tun wenn man Angst und Panik hat
  • Anrufliste erstellen
  • Surivival Liste
  • Pläne und Verträge gegen Suizidgedanken
- Für sich selbst fürsorglich sein

- Auch die kleinste Erfolge feiern



2, BILANZ 


  • Was ist passiert
  • Wie hat es mein Leben verändert
  • Wie hab ich es überlebt
  • Selbstreflexion

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3. HEILUNGSPHASEN:



- Entscheidung
Man muss sich für die Heilung entscheiden - die Therapie ist ein langer Prozess, den man nur schaffen kann, wenn man wirklich heilen will.

- Sich erinnern
Verstehen, was Gedächtnis ist, Ängste hinter sich lassen

- Chaos überwinden
Man macht in dieser Phase eine Menge durch, weil man sich mit alten Erinnerungen und Gefühlen auseinander setzen muss . Alte Überlebensstrategien zeigen keine Wirkung mehr.

- Zweifel hinter sich lassen
Man glaubt oft seinen eigenen Erinnerungen nicht, am liebsten möchte man dadurch alles wieder verdrängen...

- Sich outen
Zu sich selbst und anderen (nach gewissen Vorkehrungen)

- Schuldgefühle loswerden
DU bist nicht schuldig!

- Schmerz / Trauer / Wut überwinden
Plötzlich wird noch klarer, was man durchgemacht hat und Schmerz und Trauer steigen an

- Wahrheit
Die Wahrheit enthüllen und aussprechen, eventuell mit den Tätern und/oder in der Familie, mit Freunden, in Gruppen, öffentlich usw.

- Vergeben
Vor allem sich selbst vergeben und trauen

- Erfolge feiern

- Klar werden mit der eigene Familie 

- Sexualität verstehen und heilen

- Endlich leben
Das Leben für sich selbst neu definieren und Nähe und Sexualität wieder, wenn auch anders, genießen.






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